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Elias Lindner lebt zwischen Linien, Pergamenten und Maßstäben, bis eine geerbte Karte ihn zwingt, die reale Welt zu verlassen. Auf der Suche nach seiner verschollenen Schwester folgt er Pfaden, die nur für die Toten bestimmt scheinen.
An den zerklüfteten Pässen vor der vergessenen Stadt duldet die Wächterin keine Lebenden. Mit eisernem Messstab schützt sie ein Refugium, das nur von den Geistern gezeichneter Linien genährt wird.
Mara Lindner verschwand vor Jahren spurlos aus dem Leben ihres Bruders. In den stillen Winkeln einer verborgenen Stadt hält sie das Gedächtnis jener wach, die sonst nirgends mehr verzeichnet sind.
Im dämmrigen Gewölbe seines Antiquariats hütet Herr Fenster Karten, deren Ränder über die bekannte Erde hinausreichen. Für Elias ist er der letzte Faden zurück zur Kunst der Väter.
Jonas Kessel kennt die Risse im Fels und die toten Winkel der Zöllner besser als jeder andere. Für seinen Jugendfreund Elias wagt er sich weiter ins Hochgebirge, als es einem Schmuggler lieb sein kann.
Ein hoher Raum unter dem Dachstuhl mit Nordlicht, vollgestellt mit Zeichentischen, staubigen Kupferstichplatten, Fläschchen voller Rußtinte und getrocknetem Kleister.
Ein verwinkeltes Kellergewölbe in der Altstadt, in dem Deckenbalken unter dem Gewicht von Lexika und Globen ächzen, während das Licht trüber Butzenscheiben Staubkaskaden sichtbar macht.
Eine alte, im Verborgenen agierende Vereinigung von Meistern, die wissen, wie man Grenzen zwischen der erfassbaren Welt und den Zwischenreichen kartiert.
Eine niedrige, vom Pfeifenrauch geschwärzte Taverne an der Flussmündung, in der Taue von Balken hängen und Schmuggler über nassen Holztischen wispern.
Eine schmale Felsspalte hoch über der Baumgrenze, wo scharfer Schiefer liegt und Nebelfetzen wie nasse Tücher an den Wänden hängen.