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In einer Stadt, die ihre Bürger für das Nicht-Erfinden bezahlt, hütet Leonie ein gefährliches Erbe auf dem Dachboden. Als sie die Aufzeichnungen ihres Großvaters zum Leben erweckt, gerät die trügerische Ruhe ihrer Welt ins Wanken.
Arthur Berg wacht unbarmherzig über die verordnete Ruhe der Bürger und tilgt jeden Funken technischen Eifers. Als er Unregelmäßigkeiten im Hause Thalberg wittert, setzt er seine ganze Macht ein, um die Stille zu erzwingen.
Als Chronist schätzt Markus die beständige Ruhe der Stadt und das sorglose Leben ohne Umbrüche. Doch Leonies gefährliches Geheimnis zwingt ihn bald, zwischen dem Gesetz und seinem Gewissen zu wählen.
Mara wächst in einer behüteten Welt auf, in der Fragen unerwünscht sind und Ruhe mit Wohlstand belohnt wird. Als sie auf das Werk ihrer Schwester stößt, bringt ihre kindliche Neugier die Familie unversehens in höchste Gefahr.
Versteckt in den Wäldern jenseits der Stadtgrenze hütet Jakob Schmidt das verbotene Handwerk vergangener Tage. In Leonie begegnet ihm das Feuer einer neuen Zeit, das seinen langen Winterschlaf beendet.
Ein langgestreckter Raum unter dem steilen Ziegeldach, getragen von schweren, harzduftenden Eichenbalken. Durch eine staubige Gaube fällt schräges Licht auf aufgetürmte Kisten mit alten Haushaltsgütern, getrocknete Kräuterbündel und die mit grobem Sackleinen verhängte Werkbank des Großvaters.
Ein monumentaler Bau aus hellem Kalkstein am Hauptplatz, dessen hohe Säulen und schmale Rundbogenfenster den Blick nach außen abschirmen. Die Korridore sind mit dicken, lautlosen Wollteppichen ausgelegt, während in den Registraturen endlose Reihen nummerierter Holzschränke die Auszahlungsprotokolle der Stadt bergen.
Die oberste städtische Behörde von Auenruh, zuständig für die monatliche Bemessung und Auszahlung der Ruheprämien, die Überwachung der Werkstätten und die lückenlose Ahndung ungenehmigter Neuerungen.
Das traditionsreiche Kollegium aus gewählten Patriziern und Zunftältesten, das über die Einhaltung der Stillstandsgesetze wacht und die städtische Verfassung vor technologischem Wandel schützt.
Ein verwittertes Fachwerkgebäude drei Meilen außerhalb der Stadtgrenze, verborgen in einer tiefen Senke am rauschenden Mühlbach. Das moosbewachsene Wasserrad ist nach innen gekoppelt und treibt im Keller Drehbänke, Schleifsteine und mechanische Hebelwerke an, umgeben von Regalen voller Messingstangen und Folianten.
Ein kreisrunder, hoch aufragender Saal mit ansteigenden Bänken aus dunklem Nussbaumholz für die Ratsmitglieder. Über dem zentralen Stehpult wölbt sich eine Glaskuppel, durch die das Tageslicht unnachgiebig auf den kreisrunden Mosaikboden fällt, der das Stadtwappen von Auenruh – eine ruhende Waage – zeigt.